Das Mitarbeitermagazin von team neusta

Wer ist eigentlich...Masaud?

Masaud Faraj ist 38 Jahre alt, in der syrischen Hauptstadt Damaskus geboren und aufgewachsen und lebt seit vier Jahren in Deutschland. Seit Dezember 2018 ist er neues Familienmitglied bei team neusta. Herzlich willkommen in der digital family!


Was genau machst Du bei team neusta, was sind deine Aufgabe hier?


Ich arbeite als Facility Manager für Haustechnik: Ich bin für verschiedene Dinge zuständig, die zur Bürotechnik, zur Heizung und zur Alarmanlage gehören wie beispielsweise das Programmieren von Transpondern. Ich kümmere mich um viele elektrische Dinge, setze defekte Geräte wieder instand und auch der gesamte Sanitärbereich fällt in mein Aufgabengebiet – vom kaputten Wasserhahn bis zum blockierten Spülkasten. Wir vom Facility Management machen sehr viele verschiedene Sachen, sodass wir Kosten für team neusta sparen können. Wenn eine Geschirrspülmaschine kaputt ist, dann versuchen wir erst einmal, das Gerät selbst zu reparieren, ebenso bei defekten Türen und Fenstern. Aber wenn ein Spezialist nötig ist, dann bestellen wir den natürlich zur Reparatur.


Welchen Beruf hast Du gelernt?


Während meiner Zeit in Damaskus habe ich in den Berufen Informatiker und Elektriker gearbeitet, auch wenn ich keine in Deutschland anerkannte Ausbildung beziehungsweise ein Zertifikat dafür besitze. Ich habe mich darum gekümmert, verschiedene Gebäude immer gut instand zu halten, damit es bei der Vermietung keine Probleme gibt – deshalb habe ich auch im Facility Management schon ein wenig Erfahrung in Syrien bekommen. Und ich habe drei Jahre BWL studiert, auch in Damaskus, und daneben weiter im Bereich Handy- und Rechner-Reparatur gearbeitet. Aber das Studium ist theoretisch und darin fehlte mir die Erfahrung. Deshalb bin ich dann doch im Bereich Informatik und Elektrik geblieben.

Welche Arbeiten machst Du sonst noch hier?


Wir vom Facility Management haben unseren Arbeitsplatz inzwischen bei den team neusta-Admins. Wenn neue Mitarbeiter kommen, bauen wir die neuen Arbeitsplätze auf – also alles vom Tisch aufstellen bis zum Computer verkabeln. Wir unterstützen uns gegenseitig. Ich achte darauf, dass alle Konferenzräume immer vollständig ausgestattet sind und schaue dabei auch, dass zum Beispiel alle elektrischen Fensteröffner funktionieren. Meine Hauptaufgabe ist aber die Arbeit als Haustechniker. 


Was gefällt Dir besonders gut hier an der Arbeit?


Ich habe ein paar Freunde, die hier für ein Praktikum als Systementwickler waren. Und die haben gesagt, team neusta ist ein gutes Unternehmen. Jetzt habe ich es ausprobiert und finde es genauso gut wie sie. Alle Leute hier sind freundlich zueinander und auch mein Kollege Matthias ist sehr nett und zeigt mir, wie alles gemacht werden muss. Dass team neusta wie eine Familie ist, gefällt mir sehr und hat mir den Start wirklich erleichtert. Ich war ein bisschen nervös wegen der Sprache und der neuen Kontakte, aber die Atmosphäre hier hat mir von Anfang an gefallen. Der erste Monat war schwer für mich wegen der Sprache, aber jetzt mit der Zeit fühle ich mich entspannter. Dass meine Aufgaben aus dem Bereich Technik und Elektrik kommen und ich durch meine Arbeit in Syrien viel Erfahrung auf diesen Gebieten gesammelt habe, hilft mir zusätzlich, hier als Facility Manager zurechtzukommen. 


Und gibt es etwas, was Dir an den einzelnen Gebäuden gefällt?


Ja, ich war überrascht, dass der Schuppen Eins von innen so modern ausgestattet und gut gesichert ist. Und die Lage mit dem Ausblick hier ist schon schön. Und ich finde es toll, wenn gebaut wird und Neues entsteht, wie hier in der Überseestadt. 


Du bist in Syrien geboren und aufgewachsen. Wann und wie bist du nach Deutschland gekommen?


Während der Revolution habe ich mich in Syrien politisch und menschlich engagiert und für die Rechte der Menschen im Land gekämpft. Die Situation war durch den Krieg sehr schwierig, viele Familien sind nach Europa geflohen. Ich bin 2015 nach Bremen gekommen. In anderen Städten waren viele Leute, in Bremen war es ruhig und die Leute sehr nett. Außerdem hat alles sehr schnell funktioniert hier – ich konnte bald nach meiner Ankunft mit der Sprachschule starten und habe versucht, die deutsche Sprache so schnell wie möglich zu beherrschen.


Ich habe fleißig Deutsch gelernt und wollte Automatisierung/Mechatronik an der Hochschule Bremen studieren. Aber ich bekomme wegen meines Alters leider kein Bafög. Dann habe ich überlegt: Wie kann ich weitermachen? Und dann hat es mit der Arbeit geklappt und ich hatte die Möglichkeit, bei team neusta anzufangen. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Ich möchte hier mein Bestes geben. Zurzeit läuft es gut und das Arbeiten macht Spaß. 


Gibt es Sachen auf der Arbeit, die noch schwierig für Dich sind?


Manchmal muss ich mich sehr konzentrieren und komme mit der Sprache durcheinander. Die neue Sprache macht mehr Mühe, nicht so wie wenn man in seiner Muttersprache spricht, das ist entspannter. In der Sprachschule haben wir Hochdeutsch gelernt, im Alltag spricht aber fast jeder Umgangssprache. Dann passiert es schon mal, dass jemand im Meeting einen Satz sagt, den ich nicht sofort verstehe. Und es gibt immer wieder etwas Neues, bei dem ich fragen muss, wie die genaue Bezeichnung auf Deutsch ist, vor allem bei Fachbegriffen. Aber es wird mit der Zeit besser und hier im Team bin ich gut aufgehoben.

Wo in Bremen lebst Du?


Ich wohne in Bremen-Nord, in Vegesack. Ich hatte von Anfang an direkt Kontakt mit den Deutschen dort. Es gab bei uns immer ein paar nette Familien in der Nachbarschaft, die uns besucht haben. Sie haben uns mit der Sprache geholfen und wir konnten zusammen lernen. Das war sehr nett von diesen Familien. 
Ich konnte am Anfang ein wenig Englisch und ein wenig Deutsch sprechen. So habe ich mit diesen Familien oft zusammen gesessen, wir haben über viele verschiedene Themen gesprochen und mit der Zeit haben wir Freundschaft geschlossen. Es hat mir geholfen, dass ich allgemein Spaß am Lernen habe, so habe ich nie aufgegeben und immer weiter gelernt. Und ich bin immer beschäftigt – damit mein Deutsch weiter zu verbessern, mein Wissen im Bereich Haustechnik zu vergrößern. Neben der Arbeit lerne ich noch für den Führerschein. Ich hoffe, dass ich die Prüfung bald erfolgreich ablegen kann und den Führerschein bekomme.

Treibst Du Sport?


Ich gehe ins Fitnessstudio, ab und zu schwimmen und joggen. 

Was gefällt Dir besonders gut in Bremen?


Ich fand Bremen von Anfang an gut. Es ist eine kleine Stadt, man fühlt sich hier schnell zu Hause, die Leute sind nett. Und mir gefällt das Gefühl, dass sich die Stadt immer vergrößert, hier in der Überseestadt zum Beispiel. Ich mag das. Bremen ist jetzt meine Stadt und ich habe mich eingelebt. Ich möchte die Zeit genießen: die Atmosphäre, das Land, die Menschen, dass ich hierher gehöre. Ich möchte das hier so gut machen, wie ich kann, sodass ich mich mit der Zeit sicherer fühle und mich besser verhalten kann.